Warum Selbstliebe die Ketten sprengt



Das Haar ist zu dünn, die Nase zu groß, die Karriere schreitet zu langsam voran, kommen dir diese Gedanken bekannt vor?

Warum neigen wir dazu unseren Focus auf scheinbare Makel zu lenken. Warum ist es leichter negativ und pessimistisch zu denken, anstatt glück, erfüllt und zu frieden?


Warum fällt es uns nur so schwer uns selbst und unser Leben zu akzeptieren.

Selbstliebe ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein zufriedenes Leben.


"Ich bin, wie ich bin, und das ist gut so"


Was bedeutet Selbstliebe überhaupt?


Selbstliebe ist tatsächlich kein neues Phänomen, das sich als Modeerscheinung in der heutigen Zeit herumtreibt. Auch der Philosoph Erich Fromm setzte sich im 20. Jahrhundert bereits damit auseinander. Doch was ist Selbstliebe genau? Warum ist sie so wichtig und wie unterscheidet sie sich von krankhaftem Narzissmus und übertriebenem Egoismus?


Eine Definition von Selbstliebe lautet folgendermaßen:

„Selbstliebe, auch Eigenliebe, bezeichnet die allumfassende Annahme seiner selbst in Form einer uneingeschränkten Liebe zu sich selbst. Der Begriff ist sinnverwandt, jedoch nicht vollständig synonym mit Begriffen wie Selbstannahme, Selbstachtung, Selbstzuwendung, Selbstvertrauen und Selbstwert.“

Demnach lässt sich festhalten: Wer sich selbst liebt,

  • der behandelt sich selbst in der Regel gut.

  • nimmt Rücksicht auf andere Menschen.

  • erlebt mentale Freiheit.

  • versprüht mehr Ausstrahlung.

Selbstliebe meint, auf sich selbst und seine Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen, für sich zu sorgen, liebevoll mit sich umzugehen und sich selbst zu akzeptieren. Sie bestimmt also, wie ein Mensch zu sich selbst ist, aber auch wie er mit anderen Personen umgeht. Letzteres Kriterium ist die größte Unterscheidung zu Narzissmus und Egoismus. Denn bei diesen Eigenschaften hat ein positives Verhalten gegenüber anderen Menschen keine Bedeutung.


Was passiert wenn ich mangelnde Selbstliebe habe?

Entstehung und Anzeichen


Schon in der frühen Kindheit entwickelt sich unser eigenes Selbstbild. Ein liebevolles Umfeld, in dem Liebe und Wertschätzung eine zentrale Rolle spielen, hilft dabei, ein positives Selbstbild zu entwickeln. Erfährt ein Mensch jedoch wenig Wertschätzung und Zuneigung in jungen Jahren, führt das unter Umständen zu fehlender Selbstliebe im Erwachsenenalter.


Auch die psychologische Theorie des „Inneren Kindes“ geht davon aus. Der Philosoph und Psychologe John Bradshaw setzte sich damit eingehend auseinander. Laut dem Wissenschaftler haben besonders Menschen, die in den ersten Jahren ihres Lebens wenig Liebe bekommen haben und über wenig Selbstliebe verfügen, später ein großes Verlangen nach Bestätigung durch andere.


Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder, dem es an Selbstliebe fehlt, eine schlimme Kindheit oder falsche Erziehung hatte. Genauso wird nicht aus jedem Kind, das zu wenig Wertschätzung bekommen hat, ein Erwachsener, der keine Selbstliebe empfindet. Fehlende Selbstliebe können genauso traumatische Ereignisse, Mobbing oder eine schmerzhafte Trennung als Ursache habe.


Anzeichen für fehlende Selbstliebe sind beispielsweise:

  • Unzufriedenheit mit sich selbst

  • ständiger Vergleich mit anderen Menschen und Eifersucht

  • Sorge, was Mitmenschen über einen denken

  • Selbstunterschätzung

  • kritische Anmerkungen werden oft persönlich genommen


Wie kann ich Selbstliebe lernen und wie kann ich sie stärken?


Hier sollte jetzt wirklich niemand in Panik geraten, denn Selbstliebe ist etwas was man zu jeder Zeit lernen kann. Wie? – und zwar durch bewusstes Handeln. Ja klar denkst du dir jetzt wahrscheinlich. Einfach gesagt wenn es einem nicht schlecht geht. Klar sieht die Welt dann schön aus und natürlich kann ich mich auch dann viel besser selbst Lieben. Steckt man jedoch in einer absoluten Krise, fällt es einem verdammt schwer sich in irgendeiner Art und Weise auch noch selbst zu lieben. Ich will dir hier auch nichts schön reden. Es wird nicht so laufen dass du dich abends ins Bett legt und morgens auf stehst und so voller Selbstliebe bist. Oh nein…du wirst Rückschläge haben, du wirst zweifeln und du wirst auch Tage haben wo du sehr viel weinen wirst. Diese Tage wirst du brauchen um zu wachsen.




Mit diesen Tipps kannst du schon sehr aktiv an deiner Selbstliebe arbeiten:

  • Vergleiche dich nicht mit anderen.

  • Setze dich mit deinen Stärken und Schwächen auseinander und fokussieren dich auf deine Stärken.

  • Äußere deine Wünsche und Bedürfnisse offen.

  • Feiere dich selbst und auch deine Erfolge – auch die kleinen.

  • Nimm dir ausreichend Zeit für dich und verwöhnen dich selbst auch mal.

  • Sei dankbar für das, was du jeden Tag leistest.


Selbstliebe durch Achtsamkeit


Oft ist der Alltag so vollbepackt und anstrengend, dass wir den Zustand unseres Körpers gar nicht mehr spüren. Erst, wenn wir am Abend oder am Wochenende zur Ruhe kommen, bemerken wir Symptome wie Kopfschmerzen, Schwäche oder Übelkeit.


Kennst du das? Du arbeitest und funktionierst und fieberst deinem wohlverdienten Urlaub entgegen. Endlich hast du es geschafft, dein erster Urlaubstag und du wirst plötzlich krank? Na herzlichen Glückwunsch…dann kannst du dir aber vorstellen wie am Ende dein Körper schon war. Du kannst dir zu 100% sicher sein, dass sich dein Körper immer das holen wird, was er braucht. Zur Not setzt er dich eben in Form von solchen Anzeichen außer Gefecht. Was du wirklich niemals tun solltest, ist deinen Körper zu ignorieren.


Kurze Pausen von wenigen Minuten helfen, dabei sich selbst wieder zu spüren. Schließe dafür kurz die Augen, atme tief ein und aus, fühle in dich hinein. Diese besondere Art der Aufmerksamkeit wird als „Achtsamkeit“ bezeichnet. Sie bezieht sich speziell auf die Wahrnehmung des inneren und äußeren Zustands und die Fähigkeit, diesen anzunehmen, ohne ihn zu bewerten.

Achtsamkeit bildet die Basis für Selbstliebe. Sie ermöglicht es, den Blick auf sich selbst zu richten und sich besser zu verstehen. Denn oft fehlt schlichtweg die Zeit, sich mit der eigenen Person auseinanderzusetzen.




Selbstliebe mit Meditation stärken


Eine weitere Methode, um Selbstliebe und Achtsamkeit zu trainieren, ist die Meditation. Dabei setzt du dich in eine bequeme Haltung, schließt deine Augen und beginnst damit, deinen eigenen Körper, deine Umgebung und speziell deine Atembewegung wahrzunehmen.

Wichtig: Nimm alles an, ohne es zu bewerten. Das ist gerade zu Beginn schwierig und erfordert etwas Übung. Du wirst merken, dass die Gedanken mit der Zeit immer seltener ab schweifen.

Für absolute Anfänger empfehle ich Einsteigerkurse auszuprobieren. Du findest sie auf Videoplattformen oder bei Streamingdiensten unter: „geführte Meditationen“. Diese sind auch völlig kostenlos und du lernen erst einmal die Grundlagen und verschiedene Variationen kennen. Ist aber kein „Muss“.


Selbstliebe durch positive Affirmation


Bei einer Affirmation handelt es sich um eine positive, selbstbejahende Aussage, die als Ich-Botschaft formuliert ist. Sie ist eine Form der Autosuggestion, also des Prozesses, das Unterbewusstsein zu trainieren. Beispiele für Affirmationen sind:

  • Ich bin wertvoll.

  • Ich bin gut genug.

  • Ich bin schön.

Diese und ähnliche Sätze werden mehrmals nacheinander entweder gedanklich oder laut ausgesprochen. Der Grund: Negative Gedanken und Glaubenssätze werden so durch positive ersetzt.


Wie du siehst ist das alles kein Hexenwerk. Es erfordert viel Eigenleistung und natürlich auch Disziplin. Du wirst aber auch sehr schnell feststellen, dass sich schnell Veränderungen in deinem Leben und in deiner Art zu denken finden werden.


In erster Linie halte dir immer vor Augen…du tust es für dich und das wirklich ausschließlich nur für dich. Du hast es verdient ein wunderbares selbsterfülltes Leben zu führen. Du bist der wahre Zauber in deinem Leben.


Wenn du dich für das Thema Selbstliebe interessiertst und du in ein neues und aufregendes Neues "ICH" starten möchtes, dann schau gerne hier vorbei.


Ich wünsche dir viel Spass

Namasté